Rezension - Sag kein Wort - Raphael Montes

Freitag, 30. Juni 2017
Titel: Sag kein Wort
Originaltitel: Dias Perfeitos
Autor: Raphael Montes
Genre: Thriller, Psychothriller
Länge: 320 Seiten
Verlag: Limes

Kurzbeschreibung laut Amazon.de:
Téo Avelar ist Einzelgänger. Er hat nur wenige Freunde, und am wohlsten fühlt er sich im Seziersaal. Echte menschliche Gefühle bringt er nur für sein dortiges Studienobjekt auf – bis er Clarice begegnet. Téo ist davon überzeugt: Sie ist die Frau seines Lebens. Er beginnt, sie zu verfolgen, macht ihr Geschenke, ist geradezu besessen von ihr. Als Clarice ihn abblitzen lässt, greift Téo zu extremen Mitteln, um ihre Zuneigung zu gewinnen: Er entführt sie, hält sie gefangen. Nichts und niemand soll seinem glücklichen Leben mit Clarice in die Quere kommen ...

Meine Meinung:
Als ich das Cover zum ersten Mal gesehen habe, blieb mir die Luft weg. Das Cover hat mich dazu gebracht mir dieses Buch genauer anzuschauen und ich habe es auf jeden Fall nicht bereut. Das Buchcover ist sehr düster und bereitet einem Gänsehaut. Die Frau darauf könnte Clarice sein, doch ich bin mir nicht so ganz sicher.

Der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm und spannend. Ich war sehr positiv überrascht, da ich etwas anderes erwartet habe und nicht gedacht habe, dass mir das Buch so gut gefallen würde. Ich konnte mir durch den Schreibstil des Autors alles bildlich vorstellen. Die Worte wurden in meinem Kopf lebendig. Leider war dies nicht immer gut, denn bei ziemlich brutalen Szenen hätte ich gerne darauf verzichtet.

Wir treffen hier in dem Buch nämlich auf einen Stalker namens Téo. Er will Pathologe werden und seine beste Freundin ist eine Leiche. Mir wurde schon am Anfang der Geschichte klar, dass Téo psychische Probleme hatte. Ich würde sogar so weit gehen, ihn als Psychopathen zu bezeichnen. Er empfindet kein Mitleid gegenüber anderen. Er stellt Clarice nicht nur hinterher, sondern entführt sie auch am Anfang des Buches. Danach überschlagen sich die Ereignisse. Die Brutalität von Téo kennt keine Grenzen und er würde alles dafür tun, um mit Clarice zusammen zu sein.

Clarice hat meiner Meinung nach eine sehr wilde und lebendige Persönlichkeit. Sie will frei sein und kämpft um ihr Recht. Sie schreibt an einem Drehbuch und lässt sich von niemand etwas sagen. Sie ist meines Erachtens nach eine starke und selbstbewusste Frau. Deswegen hat mich das Ende auch so schockiert. Im Laufe des Buches entwickelt sich Clarice. Leider zum Schlechten als zum guten. Wenn ihr wissen, wollt wie sie sich verändert müsst ihr das Buch aber selber lesen, denn das will ich an dieser Stelle hier nicht verraten.

Im Vordergrund der Geschichte stehen auf jeden Fall die Charaktere Téo und Clarice. Allerdings lernt der Leser im Laufe des Buches eine Vielzahl an interessanten Charakteren kennen. Zum Beispiel Téos Mutter ist eine sehr interessante Frau. Sie ist im Gegensatz zu ihrem Sohn sehr fürsorglich und macht sich ständig Gedanken. Sie sitzt seit einem Unfall im Rollstuhl und muss von Téo verpflegt werden. Sie hat sich ein bisschen in mein Herz geschlichen, um ehrlich zu sein. Sie ist einfach so ganz anders als ihr Sohn.

Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite an spannend gewesen. Obwohl ich mich vorher schon selbst gespoilert habe, indem ich den Klappentext der Geschichte gelesen habe. Mein Tipp bzw. mein Ratschlag wäre, dass ihr den Klappentext nicht liest. Er spoilert euch bis über die Hälfte des Buches und das macht einfach keinen Spaß. Ich wusste im Vorhinein schon alles und es gab nur noch eine Überraschung für mich am Ende. Doch die Überraschung am Ende konnte sich sehen lassen.

Ich kann es immer noch nicht glauben, welches Ende dieses Buch hatte. Mir ist beim Lesen richtig die Luft weggeblieben. Ich wollte am liebsten rufen nein das darfst du nicht und hör auf. Ich war total verzweifelt und schockiert. Außerdem hat es mich auch sehr berührt. Es ist sehr schwierig für das Ende der Geschichte Worte zu finden. Wenn ihr es liest, werdet ihr wissen warum. Wenn es da draußen Leute von euch gibt, die dieses Buch schon gelesen haben, schreibt mir mal einen Kommentar unter diesen Post, oder schickt mir eine E - mail. Ich würde mich gerne über das Ende unterhalten.

Ich gebe dem Buch 5 Sterne und spreche eine Leseempfehlung aus. Wenn ihr keine Probleme mit Brutalität bzw. Gewalt habt, ist dieser Thriller ein absolutes Muss für alle Thrillerfans, oder für jeden der etwas Action und Spannung in Büchern sucht.

Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen
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Rezension - Ich will brav sein - Clara Weiss

Mittwoch, 28. Juni 2017
Titel: Ich will brav sein
Autor: Clara Weiss
Genre: Thriller, Psychothriller
Länge: 416 Seiten
Verlag: Goldmann

Kurzbeschreibung laut Amazon.de:
Der Sommer steht vor der Tür, als die Studentin Juli das kleine Dachzimmer in dem charmanten Münchner Mietshaus bezieht. Sie teilt die Wohnung mit der jungen Schauspielerin Greta, die ihr auf Anhieb sympathisch ist, und zunächst ist Juli glücklich in ihrer neuen Umgebung. Doch dann mehren sich die Hinweise, dass Greta ein ebenso undurchsichtiges wie grausames Spiel mit ihr treibt – und während eine mörderische Hitzewelle die Stadt wie eine Glocke umschließt, gerät Julis Leben immer mehr zur Hölle: Sie entdeckt eine Leiche auf dem Dachboden, ihre beste Freundin verschwindet, ein stummes Mädchen im Treppenhaus versetzt sie in Angst und Schrecken. Als sich weitere Todesfälle ereignen, weiß sie, dass auch sie selbst in höchster Gefahr ist. Aber da ist es fast schon zu spät ...

Meine Meinung: 
Das Cover passt sehr gut zu einem Thriller wie diesem. Meines Erachtens nach sieht man darauf die Dachbodentür, worauf in roter Schrift die Worte stehen ich will brav sein. Davon alleine bekommt man schon eine Gänsehaut und will unbedingt mit diesem Buch beginnen.

Der Schreibstil der Autorin ist leider überhaupt nicht meins gewesen. Er ist nicht flüssig, sondern eher anstrengend. Ich brauchte viel länger um das Buch zu lesen, als ich normalerweise brauche. Ich musste mich auch sehr konzentrieren, da die Schriftgröße eher kleiner war und dadurch war mein Lesefluss gestört. Außerdem würde ich den Schreibstil teilweise als monoton beschreiben. Für manche Leute ist dies sicher aufregend und entspannend, aber für mich war es das genaue Gegenteil.

Wir erleben in diesem Buch auch immer wieder Vergangenheitsausschnitte von einem kleinen Mädchen die von ihrer Mutter misshandelt wird und zwar seelisch und körperlich. Ihre Mutter sperrt sie immer wieder stundenlang auf den Dachboden ein und sagt ihr, dass irgendwann eine böse Zauberin kommen wird, die sie verletzen wird und ihr die Haare abschneidet, wenn sie nicht brav ist. Diese Ausschnitte aus der Vergangenheit treten immer nach einem neuen Teil des Buches auf. Das Buch ist nämlich nicht nur durch Kapitel, sondern auch durch mehrere Teile gegliedert. Dies fand ich sehr interessant und wollte unbedingt wissen, wie die Geschichte mit dem kleinen Mädchen und ihrer Mutter ausgeht.

Leider kommt in dieser Geschichte auch nur langsam Spannung auf. Es zieht sich alles ein bisschen und erst knapp vor der Hälfte, wollte ich wirklich wissen, wie es weiter geht. Vorher hatte ich keinen Bezug zu der Geschichte und auch nicht zu den Charakteren. Man könnte sagen, dass sie mir egal gewesen sind, egal was mit ihnen passiert ist. Es hat mich einfach nicht berührt.

Wie schon oben erwähnt, konnte ich mit den Charakteren einfach keine richtige Beziehung aufbauen. Besonders die Hauptprotagonistin Juli war mir von der Autorin einfach zu wage beschrieben und da die Protagonistin Greta ständig wegen ihren Schauspielauftritten weg war, kam sie somit auch leider nicht so oft in der Geschichte vor, wie ich es mir gewünscht hätte. So konnte ich mir nämlich kein genaues Bild von Greta machen und hatte nur ein paar wenige flüchtige Eindrücke von ihr sammeln können.

Doch das was ich von Greta alles mitbekommen habe, hat mich ein bisschen verstört. Meiner Meinung nach besitzt sie eine falsche Persönlichkeit und sucht das Rampenlicht. Es ist mir öfter so vorgekommen, als ob sie ohne Aufmerksamkeit von ihren Freunden nicht überleben würde. Damit will ich nicht sagen, dass sie die Mordserie begangen hat, aber dem Leser wird schnell klar, dass sie es getan haben könnte. Natürlich verrate ich nicht, wer es war. Ich persönlich habe es bis am Ende selbst nicht gewusst und muss sagen, dass mich die Aufklärung sprachlos zurückgelassen hat.

Leider habe ich ständig das Gefühl gehabt, dass Juli für ihre 30 Jahre eine ziemlich kindische Person ist. Manchmal ist sie mir wie ein zehnjähriges Mädchen vorgekommen, was sich vor ihrem eigenen Schatten fürchtet. Zum Beispiel hatte sie Angst alleine auf dem Dachboden zu bleiben, um zum Beispiel Wäsche aufzuhängen. Da muss ich sagen, dass ich dieses Verhalten ein bisschen übertrieben fand, doch glücklicherweise wird das am Ende alles aufgeklärt.

Die Geschichte hat mich auch leider bis zur Hälfte des Buches überhaupt nicht gefesselt. Ich war knapp davor das Buch eine Zeit lang zur Seite zu legen. Aber ich bin auf jeden Fall sehr froh, dass ich es dann doch nicht abgebrochen, sondern weitergelesen habe. Denn alleine die Aufklärung war es wert. Also, wenn es dem ein oder anderem da draußen genauso geht im Moment, lest das Buch weiter. Es wird sich irgendwann lohnen und die Aufklärung wird euch vom Hocker hauen.

Ich habe mich auf jeden Fall von der Autorin auf eine falsche Fährte führen gelassen. Ich bin sehr gespannt, welche Erfahrungen ihr mit dem Buch machen werdet. Ich habe lange darüber nachgedacht, welche Bewertung ich diesem Buch schlussendlich geben will. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es 3 Sterne bekommt, da das Ende noch einmal einen Stern herausgeholt hat. Meiner Meinung nach ist es ein wirklich gelungener Thriller, auf den man sich voll und ganz einlassen muss und beim Lesen auch durch Anfangsschwierigkeiten, nicht aufgeben darf. 

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Meine Bewertung: 3 von 5 Sternen 
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Rezension - Was andere Menschen Liebe nennen - David Levithan, Andrea Cremer

Montag, 26. Juni 2017
Titel: Was andere Menschen Liebe nennen
Originaltitel: Invisibility
Autor: Andrea Cremer, David Levithan
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Genre: Jugendbuch, Fantasy
Länge: 416
Vom Hersteller empfohlenes Alter:
Ab 14 Jahren 
Verlag: cbt

Kurzbeschreibung laut Amazon.de:
Wie weit gehst du für die Liebe?
Der 16-jährige Stephen ist unsichtbar – und zwar schon von Geburt an. Ein Fluch lastet auf ihm. Ganz allein lebt er in einem Hochhauskomplex mitten in New York City. Eines Tages zieht dort Elizabeth mit ihrer Familie ein und es passiert etwas, womit Stephen nie in seinem Leben gerechnet hätte. Elizabeth kann ihn sehen! Zwischen den beiden entspinnt sich eine Liebesgeschichte, so traumhaft schön wie der Sommer, aber gleichzeitig auch so bedrohlich wie ein nahendes Unwetter. Und dann müssen die beiden eine Entscheidung treffen, die den Unterschied zwischen Liebe und Tod bedeuten kann.

Meine Meinung:
Meine Begeisterung für das Buchcover hält sich leider in Grenzen. Meiner Meinung nach ist es auf der einen Seite ein Eyecatcher, aber auf der anderen Seite stellt es die Beziehung zwischen Stephen und Elizabeth nicht ausreichend dar. Deswegen weiß ich nicht so genau was ich davon halten soll. Ich finde nur das wenn man die beiden schon auf dem Cover sieht, sich auch näher sein sollten. Zumindest ich hätte das schöner gefunden. Außerdem finde ich, dass das englische Cover und auch der englische Titel, viel besser zum Buch passen.

Zuallererst muss ich sagen, dass mir die Auflösung warum Stephen unsichtbar ist, nicht gefallen hat. Meiner Meinung nach war die Aufklärung ein bisschen dürftig. Es wurde nicht ausreichend erklärt und der Grund war meines Erachtens nach auch nichts Besonderes, sondern leider nur 0815. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autoren sich da etwas Außergewöhnlicheres einfallen hätten lassen.

Was ich sehr schön finde, sind die Kapitel. Die Kapitel sind zwar nicht verziert und sie tragen auch keine eigenen Namen, aber dafür sind sie besonders gekennzeichnet. Wenn Andrea Cremer aus der Sicht von Elizabeth schreibt, ist das Wort Kapitel und die Zahl in Schwarz gehalten und wenn David Levithan aus Stephens Sicht schreibt, ist das Wort Kapitel und die Zahl nicht ausgefüllt. Dies könnte eine Anspielung auf Stephens Unsichtbarkeit sein und ich muss sagen, dass wenn ich mit meiner Vermutung recht liege, mich sehr freue, da ich dies wirklich eine gute Idee finde.

Am Anfang fand ich das Buch leider ein bisschen verwirrend, da die Schreibstile des Autorenduos, doch sehr unterschiedlich sind. Daher brauchte ich einige Zeit, um mich in die Geschichte hineinfühlen zu können und der Einstieg fiel mir dadurch auch nicht unbedingt leicht. Doch nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, war es nicht mehr so schlimm und ich habe bemerkt, dass die Schreibstile der beiden Autoren dem Leser doch eine gewisse Harmonie und Stimmung vermitteln.

Meiner Meinung nach schreiben die beiden Autoren sehr locker und ungezwungen. Man könnte auch sagen lebendig. Außerdem schreibt besonders David Levithan sehr jugendlich. Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn zu diesem Buch eine Fortsetzung erscheint. Bis jetzt habe ich noch nichts davon gehört und bin mir ziemlich sicher, dass es ein Einzelband bleiben wird. Allerdings würde ich Luftsprünge machen, wenn dies doch noch einmal geändert werden würde.

Ich gebe dem Buch 4 Sterne und spreche gleich einmal eine Leseempfehlung aus. Ich kann es nur jedem empfehlen, der ein locker leichtes Jugendbuch sucht, welches sich nicht nur von den anderen unterscheidet, sondern auch richtig außergewöhnlich ist.
  
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen 
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Rezension - If I stay - Gayle Forman

Donnerstag, 22. Juni 2017
Titel: If I Stay
Autor: Gayle Forman
Genre: Jugendbuch, Liebesroman
Länge: 320 Seiten
Vom Hersteller empfohlenes Alter:
Ab 14 Jahren 
Verlag: Speak

Kurzbeschreibung laut Amazon.de: 
In the blink of an eye everything changes. Seventeen ­year-old Mia has no memory of the accident; she can only recall what happened afterwards, watching her own damaged body being taken from the wreck. Little by little she struggles to put together the pieces- to figure out what she has lost, what she has left, and the very difficult choice she must make. Heartwrenchingly beautiful, this will change the way you look at life, love, and family. Now a major motion picture starring Chloe Grace Moretz, Mia's story will stay with you for a long, long time.

Meine Meinung:
Das Cover ist meiner Meinung nach unheimlich ausdrucksvoll. Obwohl es eher schlicht ist, findet man in dem Gesicht des Mädchens alle Emotionen, die auch die Hauptprotagonistin Mia in der Geschichte erlebt. Es ist außerdem auch ein bisschen düster und die Farben sind eher dunkler.

Meines Erachtens nach ist die Idee der Geschichte einfach nur sehr emotional und außergewöhnlich. Am Anfang weiß man als Leser noch nicht so genau, ob dies nun auch eine Fantasy Geschichte ist oder nur eine Liebesgeschichte. Dies fand ich auch sehr gut gelöst, da man so ein bisschen rätseln konnte. Meiner Meinung nach ist die Geschichte auch sehr traurig. Dem Leser werden viele Emotionen vermittelt und zwar nicht nur Trauer, Verzweiflung und Hass, sondern auch Liebe, Aufrichtigkeit und Lebhaftigkeit.

Unsere Hauptprotagonistin Mia besitzt eine erstaunliche Persönlichkeit. Sie ist eine sehr fürsorgliche Person und kümmert sich um einen Bruder als wäre er ihr eigener Sohn. Obwohl sie im Teenager alter ist, kommt es mir so vor, als ob sie für ihr Alter schon sehr reif wäre. Im Laufe des Buches muss sie eine wichtige Entscheidung treffen. Ich habe Mia sofort ins Herz geschlossen und war sehr traurig, als das Buch zu Ende war. Außerdem mag ich den Schreibstil der Autorin sehr und bewundere sie, für ihre tolle Idee.

Da ich dieses Buch auf Englisch gelesen habe, hatte ich am Anfang so meine Zweifel, ob ich alles verstehen werde, doch diese Zweifel haben sich schnell in Luft aufgelöst. Schon nach den ersten Seiten war mir klar, dass ich keine Probleme mit der Sprache des Buches haben werde und mich einfach zurücklehnen und die Geschichte genießen kann. Darüber habe ich mich sehr gefreut, da ich vor diesem Buch noch ein anderes englisches Buch gelesen habe, bei dem es leider an der Sprache gehadert hat und ich das Lesen nicht mehr richtig genießen konnte.

Meiner Meinung nach ist die Geschichte auch überhaupt nicht kitschig, obwohl es um eine Liebesgeschichte geht. Allerdings muss ich sagen, dass die Liebesgeschichte nicht wirklich im Vordergrund steht. Eigentlich geht es um sehr viel mehr. Zum Beispiel steht die Freundschaft sehr im Vordergrund und auch das Erwachsenwerden. Ich habe es auf jeden Fall sehr genossen, dass die Geschichte noch sehr viel mehr zu bitten hatte, als es zuerst den Anschein hatte.

Leider habe ich auch Kritikpunkte. Meines Erachtens nach hat die Autorin die Charaktere nicht ausführlich genug beschrieben. Ich hätte gerne mehr über sie erfahren und damit meine ich nicht nur über ihr Aussehen. Die Nebencharaktere wurden kaum beschrieben, bei den Hauptprotagonisten war das schon ein bisschen anders. Dafür ist die Autorin mehr auf die Gefühle der Charaktere eingegangen. Dies möchte ich ihr zugute halten.

Zu dem Buch gibt es auch einen Film, den ich persönlich aber leider noch nicht gesehen habe. Ich werde ihn mir aber sehr bald ansehen, da ich schon sehr auf die Umsetzung gespannt bin. Ganz hinten auf den letzten Seiten, hat die Autorin die Schauspieler interviewt, die ihre Hauptcharaktere aus dem Buch im Film spielen sollen. Diese Interviews waren ein netter Zusatz und meiner Meinung nach auch sehr aufschlussreich. Die Besetzung für den Film finde ich auch sehr gelungen und einer meiner Lieblingsschauspielerinen wird sogar Mia spielen. Ich bin mir sicher, dass mir der Film gefallen wird.

Das Buch bekommt von mir 4 Sterne. Leider hat es für die volle Punktzahl nicht gereicht, da mir wie oben schon erwähnt die Charaktere einfach zu dürftig beschrieben wurden. Außerdem hat mir das Ende zwar gefallen, aber es hat mir das gewisse Etwas gefehlt.
 
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen 
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Rezension - Diatar - Kind des Lichts - Ina Linger

Freitag, 16. Juni 2017
Titel: Diatar - Kind des Lichts
Reihe: Die Mondiar Trilogie  
Autor: Ina Linger
Genre: Fantasy
Länge: 338 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent
Publishing Platform

Kurzbeschreibung laut Amazon.de: 
Gehe nie hinaus in die Nacht. Meide die Dunkelheit. Betrete niemals die Höhlen der Monandor. Sei vor der Dämmerung zuhause. Diese Regeln werden den Diatar von Kindesbeinen an eingebläut. Wer sich nicht an sie hält, ist des Todes. Das weiß auch der junge Krieger Jaro. Doch als er in einem Kampf mit den Monandor, den Dämonen der Dunkelheit, schwer verwundet wird, gelingt es ihm nicht mehr, vor Einbruch der Nacht zurück in sein Dorf zu kehren. Es ist ausgerechnet Risa, die ihn findet und in eine Höhle schleppt. Risa, die ihm zwar bereits das Leben rettete, als sie beide noch Kinder waren, die er jedoch seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Sein Leben ein weiteres Mal in ihren Händen zu wissen, erfüllt Jaro mit Angst, denn eines weiß er mit Sicherheit: Niemand bleibt so unschuldig und gut, wie er als Kind einst gewesen ist – schon gar nicht eine menschenfressende Dämonin der Nacht …

Meine Meinung:
Das Cover ist meiner Meinung nach ein richtiger Eyecatcher. Es ist das Schönste was ich seit Langem gesehen habe und man merkt, dass sich dabei jemand sehr große Mühe gegeben hat. Mit den großen Felsen, die sich im Wasser spiegeln, kommt einfach eine sehr harmonische Stimmung, auf die einem gleich noch viel mehr Lust auf das Lesen macht.Der Junge, der auf dem Cover zu sehen ist, ist meines Erachtens nach Jaro. Ich finde es nur schade, dass er ganz in Schwarz dargestellt wurde und man nur seine Rückseite sieht. Hätte man ihn nicht nur in Schwarz dargestellt, hätte ich mir Jaro definitiv besser vorstellen können.

Ich finde es schade, dass das Buch nicht aus der Perspektive von Jaro geschrieben ist. Ich hätte mich so viel besser in ihn hineindenken und fühlen können. Ansonsten ist der Schreibstil der Autorin sehr angenehm und spannend. Ich finde es sehr aufregend Jaro zu begleiten und zu sehen, wie es mit ihm weitergeht.

Manchmal habe ich leider auch den Eindruck, dass die Geschichte im Wesentlichen nicht so ganz vorankommt und eher Dinge geschehen, die nicht so notwendig für den Verlauf des Buches sind. Die Geschichte entwickelt sich einfach eher langsam, was gut aber auch schlecht sein kann. Dafür muss ich aber sagen, dass die Autorin auf andere Aspekte der Geschichte verstärkt eingeht. Ich finde es gut, dass so auch andere Nebenhandlungsstränge genau beschrieben werden und auch oft im Vordergrund stehen.

Die Autorin hat sehr unterschiedliche Charaktere erschaffen, die die Leser einfach ins Herz schließen müssen. Zuerst haben wir da einmal Risa. Ich liebe den Charakter Risa, da sie einfach voller Hoffnung ist und nie aufgibt. Sie steckt einen regelrecht mit ihrer Hoffnung und Freude an. Manchmal musste ich schon schmunzeln, als ich derartige Passagen über sie gelesen habe.

Dann gibt es da noch Jaro. Meiner Meinung nach ist er sehr mutig, auch wenn er manchmal selbst daran zweifelt. Mir kommt es so vor, als hätte er eher wenig Selbstbewusstsein und brauch jemanden an seiner Seite, der ihm gut zu redet. Das Verhältnis zu seinem Vater kommt mir sehr schwierig vor. Diesen Verdacht hatte ich schon auf den ersten Seiten, da sein Vater eine ganz bestimmte Sache zulässt, die ich jetzt nicht weiter erläutern möchte.

Meines Erachtens nach Ergänzen sich Risa und Jaro richtig, obwohl die beiden wie man so schön sagt, aus zwei verschiedenen Welten kommen. Ich finde die Kultur der zwei Stämme, die die Autorin geschaffen hat sehr interessant. Ina Linger hat sich also nicht nur eine komplett neue Idee einfallen lassen, sondern auch fiktive Stämme, die sich in gewisser Hinsicht voneinander unterscheiden.

Die Geschichte nimmt meiner Meinung nach einen sehr schönen Verlauf und ich bin schon sehr auf die anderen Bände gespannt. Ich glaube, dass die anderen zwei Bände noch besser sein können. Auch die Umsetzung der Idee ist meiner Meinung nach sehr gelungen und hat mir sehr zugesagt.
Ich finde, dass der Klappentext leider ein bisschen zu viel von der Geschichte verrät. Daher würde ich empfehlen, wenn es geht den Klappentext nicht zu lesen.

Der Einstieg in das Buch kann ein bisschen verwirrend sein, da das Buch aus verschiedenen Zeiten erzählt wird. Wir erleben nämlich immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit. Lasst euch von diesem anfänglichen Problem aber nicht abschrecken.

Das Buch bekommt von mir 4 Sterne und eine große Leseempfehlung. Es hat zwar nicht für die 5 Sterne gereicht, allerdings ist das Buch etwas ganz neues und Einzigartiges. Von so einer Geschichte habe ich noch nie etwas gehört und das Buch ist genau das richtige für Fantasylieblinge wie mich. Außerdem hat mir das Ende auch ganz gut gefallen und ich muss zugeben, dass es mich auch etwas überrascht hat.

An dieser Stelle bedanke ich mich noch einmal bei der Autorin Ina Linger für das Rezensionsexemplar
 

Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen 
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Rezension - Warum hast du mich vergessen? - Cyril Massarotto

Dienstag, 13. Juni 2017
Titel: Warum hast du mich vergessen?
Originaltitel: Le Premier Oublié
Autor: Cyril Massarotto
Genre: Roman
Länge: 160 Seiten
Verlag: List

Kurzbeschreibung laut Amazon.de:
Thomas steht seiner Mutter sehr nahe. Ihn, den Zweitgeborenen, ruft sie an, als sie immer vergesslicher wird. Er ist derjenige, der sich um sie kümmert, als sie die erschütternde Diagnose Alzheimer bekommt. Umso größer ist der Schock, dass sie ihn als Ersten nicht mehr erkennt. Er ist verzweifelt. Er kämpft um ihre Liebe. Er wehrt sich gegen das Vergessen. Erst als ihm bewusst wird, dass er es nicht aufhalten kann, lässt Thomas endlich los und findet den schmerzlichen Weg zurück ins eigene Leben.

Meine Meinung:
Das Cover ist einfach nur wundervoll. Auf den ersten Blick erinnert es mich an ein Gemälde. Ich meine, man merkt ziemlich schnell, dass das Buchcover nicht gemalt ist, allerdings erinnert mich die Konstellation des Covers an ein Gemälde. Die Farben des Covers sind wunderschön. Es handelt sind vorwiegend um pasteltöne. Solche Farben liebe ich am meistens.

Mich interessiert die Thematik Alzheimer, Demenz und etc sehr. Ich habe schon einige Bücher über Alzheimer gelesen. In diesem Buch geht es darum, dass Thomas Mutter ihren Sohn von einem Tag auf den anderen nicht mehr erkennt und für ihren Pfleger hält. Thomas ist nicht nur traurig, sondern auch wütend. Wie konnte seine Mutter ausgerechnet ihn als Erstes vergessen? Ihn, das mittlere Kind. Die Ärzte haben ihm doch gesagt, dass sie entweder zuerst ihr erstgeborenes oder ihr Nesthäkchen vergessen wird und jetzt ist er es? Auf einmal bricht seine ganze Welt zusammen und Thomas gibt sein Leben auf um sich um seine vergessende Mutter zu kümmern.

Meiner Meinung nach ist dies eine sehr ernste und schwierige Geschichte, die mich sehr traurig gemacht hat. Besonders mit dem Charakter Thomas habe ich mitgelitten. Im Laufe des Buches lernen wir aber auch noch viele andere Charaktere kennen und wir erleben auch immer wieder, was in Thomas Mutter vorgeht, da manche Abschnitte aus ihrer Sicht geschrieben sind.

Ich finde, dass es eine wirklich außergewöhnliche realitätsnahe und ergreifende Geschichte ist. Aber nicht nur Thomas tut mir leid, sondern auch seine Mutter. Für die Patienten muss das Ganze noch viel schwerer sein, als für die Angehörigen, da die Patienten von einem Tag auf den anderen nicht mehr klar denken können und sie das Gefühl haben müssen, dass ihre ganze Welt kopfsteht. Außerdem kann Thomas Mutter Madeleine auch nicht mehr wirklich von Fiktion und Realität unterscheiden. Manchmal holt sie ihre Vergangenheit ein und sie sieht sich wieder als kleines Kind. Ich finde, dass das Thema Alzheimer und die Probleme, die damit verbunden sind, sind dem Leser sehr gut herübergekommen ist.

Am Schluss konnte ich mich einfach nicht mehr zurückhalten und lies meinen Tränen freien Lauf. Das ganze Buch über hatte ich schon einen Kloß im Hals und das Gefühl, dass ich gleich anfangen werde zu weinen, doch ich habe es geschafft und mich zurückgehalten. Zumindest bis zum Ende.

Meiner Meinung nach sollte dieses Buch jeder von euch lesen, da es in dem Buch um ein wichtiges Thema geht, welches jeden treffen könnte. Wirklich jeder könnte von dem einen auf den anderen Tag an Alzheimer erkranken und sich weder an die Familie noch an das heutige Mittagessen erinnern. Deswegen finde ich es sehr wichtig sich darüber zu informieren. Ich muss immer noch über das Buch nachdenken, obwohl es schon vier Tage her ist, dass ich es durchgesuchtet habe. Dies ist immer ein gutes Zeichen bei mir, da das heißt, dass mir die Geschichte wirklich gefallen hat und es mir eben im Gedächtnis geblieben ist. Auf jeden Fall ist dieses Buch das Beste, welches ich bis jetzt zu dieser Thematik gelesen habe.

Da es auch sehr dünn ist, kommt man sehr schnell durch die Geschichte durch und fliegt nur so durch die Seiten. Normalerweise mag ich es nicht, wenn Bücher weniger als 200 Seiten haben, doch bei diesem Buch ist es etwas anderes, da es mit einer höheren Seitenanzahl gezwungen gewirkt hätte. So hat die Autorin der Geschichte genau den idealen Raum gegeben und nichts wirkte gezwungen oder schnell hingeschrieben, damit die Seitenanzahl höher wird.

Ich will nicht aufhören von diesem Buch zu schwärmen, aber ich muss. Ich gebe dem Buch 5 Sterne und von nun an zählt es zu meinen Monatshighlights im Juni.

Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen und ein Lieblingsbuchbärchen
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Rezension - Playlist for the dead - Michelle Falkoff

Donnerstag, 8. Juni 2017
Titel: Playlist for the dead
Genre: Jugendbuch
Länge: 272 Seiten
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 
14 - 17 Jahren  
Verlag: Coppenrath

Kurzbeschreibung laut Amazon.de:
Diese Dinge weiß Sam: Es gab eine Party. Es gab einen Streit. Am nächsten Morgen ist sein bester Freund tot. Aber was Sam nicht weiß: Warum? Alles, was ihm von Hayden bleibt, ist eine Playlist und eine Notiz: Hör dir das an und du wirst mich verstehen.Und so begibt Sam sich auf die Suche nach Antworten und muss schon bald feststellen, dass er seinen besten Freund nicht so gut kannte, wie er immer gedacht hat.

Meine Meinung: 
Das Cover finde ich äußerst cool gemacht. Die Kopfhörer drücken die Geschichte des Buches genau aus, genauso wie der Titel. Grundsätzlich ist das Cover ja weiß. Normalerweise mag ich so eine Farbe nicht auf Covern, doch bei diesem scheint es irgendwie zu passen.

Als Leser ist man sofort mitten im Geschehen bei dieser Geschichte. Wir erleben ab der ersten Seite an wie Sam seinen Freund Hayden nach seinem Selbstmord findet. Er war der Erste der ihn gefunden hat und ist daher verständlicher weiße ziemlich schockiert. Mit seinen 15 Jahren kann er mit so einer Situation nicht wirklich umgehen. Nachdem der Notruf eingetroffen ist, erfährt Sam, dass Hayden schon seit Stunden Tod ist und fängt an sich Vorwürfe zu machen. Doch nicht nur weil er zu spät gekommen ist, sondern auch wegen einer mysteriösen Party vor ein paar Tagen, auf der sich die beiden gestritten haben und seitdem auch nicht mehr gesehen haben, bis Sam ihn Tod aufgefunden hat.

Sams Mutter unterstützt ihn auch nicht ausreichend. Sie würde zwar gerne mehr für ihre Kinder da sein, allerdings nimmt sie die Arbeit im Krankenhaus sehr ein und lässt ihr fast keine Freizeit mehr. Sie ist auf gar keinen Fall eine schlechte Mutter, doch leider habe ich manchmal den Verdacht gehabt, dass sie das von sich denkt. Dies finde ich persönlich sehr traurig.

Sam ist auch sehr wütend auf Hayden, denn alles, was er ihm hinterlassen hat, war eine Playlist und die Nachricht: Wenn du das hörst wirst du alles verstehen. Doch egal wie oft Sam sich in den ersten Tagen vor der Beerdigung die Playlist anhört, kommt er einfach nicht darauf was Hayden ihm damit sagen will. Seine Trauer kann er auch nicht wirklich herauslassen. Er hat nach Haydens Tod kein einziges Mal geweint und die Emotion, die sein Leben im Moment dominiert ist die Wut. 

Meiner Meinung nach ist es sehr interessant gewesen, die Entwicklung von Sam mitzuerleben. Er hat eine große Entwicklung durchgemacht. Wir lernen neben Sam in diesem Buch auch noch viele andere Charaktere kennen. Ein Charakter, den ich besonders mochte, war Jim. Jim ist der Freund von Sams Schwester und hat etwas Ähnliches wie Sam durchgemacht. Durch sein äußeres Erscheinungsbild haben die Leute meist eine komplett falsche Meinung von ihm und obwohl er das weiß, ist es ihm egal. Er hat eine sehr starke Persönlichkeit und wirkt auf dem ersten Blick ganz anders als auf dem Zweiten. Der Spruch ein Buch soll man nicht nach seinem Cover beurteilen trifft auf diesen Charakter ebenso zu.

Der Schreibstil der Geschichte hat mir leider nicht so gut gefallen. Er war ein bisschen verwirrend für mich, da es verworrene Sätze in dem Buch gibt, die sehr lang sind. Die Idee der Geschichte ist für mich persönlich in dieser Form ganz neu. Allerdings weist die Geschichte bestimmte Parallelen zu dem Buch „Tote Mädchen lügen nicht“ auf. Ich wusste ehrlich gesagt nicht so ganz, was ich davon halten sollte.

Allerdings finde ich es sehr schön, dass die Autorin am Ende des Buches beschrieben hat, welchen Weg die Charaktere einschlagen. So etwas liebe ich an Enden von Büchern, da ich mich so den Charakteren noch näher fühlen kann. Ich gebe dem Buch 3 Sterne, da ich eben einige Kritikpunkte hatte und mir nicht alles gepasst hat. Trotzdem finde ich die Geschichte sehr gut durchdacht. 
 
Meine Bewertung: 3 von 5 Sternen 
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Rezension - Deathline - Ewig dein - Janet Clark

Sonntag, 4. Juni 2017
Titel: Deathline - Ewig dein
Reihe: Deathline Teil 1 
Autor: Janet Clark
Genre: Jugendbuch, Fantasy, Hörbuch
Länge: 6 h 51 min (Gekürzt)
Vom Hersteller empfohlenes Alter:
Ab 13 Jahren 
Verlag: Random House

Kurzbeschreibung laut Amazon.de:
Bis dass der Tod uns scheidet... Als sich die 16-jährige Josie in die langen Ferien stürzt, ahnt sie nicht, dass ein Sommer vor ihr liegt, der ALLES verändern wird. Die Gegend aus der sie stammt, mag zwar in den Mythen der Ureinwohner immer wieder Schauplatz mysteriöser Ereignisse gewesen sein, aber daran erinnert in der idyllischen Kleinstadt, aus der sie kommt, heute wenig. Wie eng diese beiden Welten aber immer noch miteinander verwoben sind, wird Josie nach und nach klar, als sie den faszinierenden Ray kennen und schließlich auch lieben lernt. Doch diese Liebe darf nicht sein, denn Ray hat nur EIN Ziel: sein schützendes Amulett wiederzufinden und dann die Grenze zum Reich der Toten zu überschreiten. Denn dort gehört er hin... Lebendig und mitreißend interpretiert von Friederike Walke.

Meine Meinung:
Das Cover ist richtig schön gestaltet worden. Es gibt viele kleine Details, die man nach und nach entdecken kann. Der Nachthimmel mit den Schmetterlingen ist wundervoll und ästhetisch. Im Hintergrund sieht man leuchtende Punkte. Zuerst war ich der Meinung, dass dies Sterne sein sollen, doch nach und nach habe ich bemerkt, dass dies auch Glühwürmchen sein können.

Die Sprecherin des Hörbuchs hat eine sehr angenehme Stimme. Ich habe vor ein paar Monaten auch schon „Infernale“ als Hörbuch gehört. Ich habe entdeckt, dass die Sprecherin von „Ewig dein“ die gleiche ist wie in „Infernale“. Ich finde, dass die Hörbuchsprecherin sehr gut erzählen kann und auch die Männerstimmen sehr gut nachmachen kann. Ihre Stimme schafft es wirklich neben ihrer eigenen noch eine Vielfalt von anderen Stimmen zu erschaffen, die sich fast gar nicht ähneln. Außerdem legt sie sehr viele Emotionen in ihre Stimme, sodass diese auch sehr gut dem Leser vermittelt werden und dieser sich ganz in der Geschichte verlieren kann. Ich habe leider erst am Ende des Hörbuchs bemerkt, dass dies die gekürzte Version war. Vielleicht werde ich irgendwann noch das Buch dazu lesen, doch im Moment reicht mir das Hörbuch.

Ich bin gut in die Geschichte hineingekommen. Der Einstieg ist mir sehr leicht gefallen. Ich war sofort in der Geschichte drinnen und konnte mit den Charakteren mit fiebern und mitleiden.

Josephine ist eine der Hauptcharaktere in diesem Buch. Sie ist eine sehr aufgeweckte und energiereiche Person. Sie ist mir von Anfang an sympathisch gewesen. Ich konnte mich auch immer wieder mit ihr identifizieren und ihre Handlungen nachvollziehen. Allerdings gelang mir das nicht immer, da Josie manchmal wirklich naiv ist und der Gefahr nicht ins Auge sehen will. Was ich gut finde, ist, dass sie eine eigene Meinung hat und sich nicht davon abbringen lässt etwas zu tun, was für sie wichtig ist. Sie steht für ihre Familie und für ihre Freunde ein und behütet sie.

Josie und ihr Vater leben auf einer Pferderanch. Josie musste leider einen schweren Schicksalsschlag erleiden, da ihre Mutter vor einem Jahr bei einem Autounfall gestorben ist. Nach dem Unfall hat sich ihr Vater ziemlich gehen gelassen und Josie musste die Verantwortung gemeinsam mit ihrem Bruder Patrick übernehmen. Josephine hat mir immer wieder leidgetan, da sie es wirklich nicht immer so leicht hatte wie vielleicht manche Leute gedacht haben.

Der Leser lernt ziemlich am Anfang den Charakter Ray kennen. Dieser hat meiner Meinung nach eine melancholische Art und ist Josie gegenüber sehr zurückhaltend und komisch. Ray hat nämlich ein Geheimnis, welches mit seinen Vorfahren zusammenhängt und niemand erfahren darf. Er lernt Josie kennen und beide mögen sich eigentlich sofort, doch Ray weiß, dass das nicht gut gehen kann, und versucht sich immer mehr von ihr zu distanzieren und ihr nicht zu begegnen, doch als Ray aus persönlichen Gründen auf der Pferderanch von Josies Familie anfängt zu arbeiten, weiß er das er sie ab jetzt nicht mehr ignorieren kann und so viel will ich verraten, Josie gibt nicht so schnell auf.

Josies Vater ist mir wirklich nicht sympathisch gewesen. Mit der Zeit lernt man ihn besser kennen und am Ende mochte ich ihn auch, zumindest teilweise. Allerdings tut er im Laufe der Geschichte Sachen, die ich nicht nachvollziehen kann und die ich einfach nicht verstehe.

Der Schreibstil von Janet Clark ist sehr locker und leicht. So wie ich es eben von Jugendbüchern kenne. Er ist jetzt nicht wirklich anspruchsvoll, was ich super finde, denn so konnte ich mich wirklich in der Geschichte verlieren und entspannen. Leider war die Spannung nicht konstant und so gab es immer wieder ein paar Stellen, wo ich mich gelangweilt habe.

Ich gebe dem Hörbuch 4 Sterne, da ich schon ein paar kleine Kritikpunkte habe. Am Ende hat mir irgendwie auch eine Kleinigkeit gefehlt, diese will ich jetzt aber nicht preisgeben, da ich sonst zu viel verraten würde und ich euch die Chance nicht nehmen will diese schöne Geschichte selbst zu lesen oder zu hören.
 
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen 
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Vielen Dank an das Bloggerportal für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Rezension - Amnesia - Ich muss mich erinnern - Jutta Maria Herrmann

Freitag, 2. Juni 2017
Titel: Amnesia - Ich muss
mich erinnern
Autor: Jutta Maria Herrmann
Genre: Thriller, Psychothriller
Länge: 304 Seiten
Verlag: Knaur

 S. 196/197
Es gibt Spontanheilungen, nur so als Beispiel. Und ja, es gibt sogar Wunder. Höchst selten zwar, aber es gibt sie. Es kann alles Mögliche passieren. Vielleicht habe ich morgen einen schrecklichen Unfall, den ich nicht überleben werde. Das kann keiner wissen. Es kann jeden Tag geschehen. Das Leben vergibt nun mal keine Garantien. Für nichts.

Kurzbeschreibung laut Amazon.de:
Du hast nichts zu verlieren.
Du hast eine mörderische Wut.
Und du kannst dich an nichts erinnern …
Als die Berlinerin Helen die Diagnose Krebs im Endstadium erhält, ist es ihr einziger Wunsch, sich vor ihrem Tod endlich mit ihrer Mutter auszusöhnen, zu der sie ein schwieriges und distanziertes Verhältnis hat. Bei ihrer Familie in der südwestdeutschen Heimat angekommen, muss sie dann schockiert erfahren, dass ihre schwangere Schwester Kristin von ihrem Ehemann Leon misshandelt wird. Am liebsten würde Helen Leon dafür umbringen, zu verlieren hat sie ja nichts mehr. Aber einen Menschen töten? Helen glaubt nicht, dass sie dazu wirklich fähig ist.
Am nächsten Morgen allerdings ist Leon tot – und Helen, die Medikamente mit schwersten Nebenwirkungen nimmt, hat keinerlei Erinnerung an die vergangene Nacht. Amnesie …
Die deutsche Spannungs-Autorin Jutta Maria Herrmann legt endlich nach und blickt mit ihrem düsteren und psychologisch tiefgründigen Thriller in die menschlichen Abgründe. Ein Psycho-Thriller der Extraklasse!

Meine Meinung:
Das Cover alleine hat mir schon Gänsehaut bereitet. Wenn man mit den Fingern darüber streift, merkt man, dass es ziemlich rau ist. Dies verursachte zumindest bei mir einen hohen Gänsehautfaktor. Die Farben auf dem Cover wurden meiner Meinung nach auch gut gewählt und passen zu einem Thriller. Meines Erachtens wurde beim Cover alles richtig gemacht.

Meiner Meinung nach hat die Autorin hier ein meisterhaftes Werk erschaffen. Ich bin einfach nur begeistert. Es gibt viele unerwartete Wendungen und die Ereignisse überschlagen sich schon fast, weil sehr vieles gleichzeitig passiert. Von der ersten Seite an war die Spannung bei mir schon spürbar und sie blieb konstant bis zum Schluss. Auch der Schreibstil der Autorin ist nicht zu verachten. Er ist richtig klasse. Die Autorin schreibt sehr locker und gleichzeitig ernst und spannend. Ich persönlich habe an der Geschichte überhaupt nichts auszusetzen und bin froh, dass ich dieses tolle Werk lesen durfte. Ich muss immer noch über dieses spannende und gut ausgearbeitete Ende nachdenken, welches mich atemlos zurückgelassen und vom Hocker gehaut hat. Ich war außerdem ziemlich verstört und überrascht.

Ich brauche auf jeden Fall Nachschub. Die Autorin hat noch zwei andere Thriller herausgebracht, soweit ich weiß und ich will diese unbedingt noch lesen. Ich hoffe auch, dass sie in Zukunft weitere Geschichten schreiben, wird in denen ich mich verlieren und mit den Charakteren mitfiebern kann. Dies ist der erste Thriller bzw. das erste Buch was ich von dieser Autorin gelesen habe, aber es wird auf jeden Fall nicht das Letzte gewesen sein. Am liebsten hätte ich einen zweiten Teil von Amnesia, da ich den Charakter Helen irgendwie nicht loslassen will, doch ich glaube, dieser Wunsch wird mir nicht erfüllt werden.

Ich hätte es auch gut gefunden, wenn die Geschichte etwas länger gewesen wäre. Dies soll aber kein Kritikpunkt sein. Es soll nur heißen, dass mir das Buch wirklich gefallen hat. Ich habe diese Geschichte in einem Rutsch durchgelesen, weil es einfach so spannend war, dass ich nicht aufhören konnte. Das Buch hat einen hohen Suchtfaktor. Die Geschichte hat mich regelrecht gefesselt und mich in ihren Bann gezogen. Dies lag zum Teil auch an der Erzählweise der Geschichte.

Die Geschichte wird nämlich aus der Ich – Perspektive von Helen erzählt. Sie ist eine unserer Hauptcharaktere. Helen habe ich besonders ins Herz geschlossen. Ich habe wirklich mit Helen mitgefühlt und mitgefiebert. Helen leidet nämlich an Lungenkrebs und hat gerade eine eher schlimme Phase in ihrem Leben, da sie laut Prognose der Ärzte nur noch ein Jahr zu Leben hat. Da sie sich schon immer nicht wirklich gut mit ihrer Familie verstanden hat, will sie nun endlich Frieden mit ihnen finden und fährt in die Kleinstadt, in der ihre Schwester mit ihrem Mann und Helens Mutter wohnt. Es entwickeln sich verschiedene Handlungsstränge. Leon, der Mann von Helens Schwester wird ermordet, doch wer hat ihn umgebracht? War es vielleicht Helen, der jegliche Erinnerungen an die Mordnacht fehlen, oder war es Kristin, Helens Schwester und die Ehefrau von Leon?

Ich hatte mit Helen oft Mitleid. Ich habe mich ihr auch sehr nahe gefühlt. Ich hatte das Gefühl, das ich sie bin und selbst in dieser Geschichte drinstecke und sie gerade am eigenen Leib erlebe. Ich konnte mich einfach voll und ganz in sie und ihre Welt hineinfühlen. Ich konnte auch alle ihre Handlungen, die sie im Laufe der Geschichte begangen hat, nachvollziehen. Ich an ihrer Stelle hätte nichts anders gemacht.

Durch die starken Tabletten die Helen wegen ihren Ängsten nimmt, hat sie auch oft Aussetzer und Gedächtnislücken, da der Leser die Geschichte aus ihrer Sicht erlebt, weiß man manchmal selber nicht, was nun wahr ist und was Fiktion. Dies hat das Ganze noch spannender gemacht. Man stellt sich die Frage, ob man Helen wegen ihren ganzen Aussetzern überhaupt trauen kann.

Ich finde, dass Helen eine richtig starke Frau ist, auch wenn sie ihre Lebensfreude immer mehr zu verlieren scheint. Das Wichtigste ist, dass man in so einer Situation nicht aufgibt und genau das hat sie gemacht. Nie aufgegeben. Dies hat mich besonders von ihr verzaubert und mich auch zum Nachdenken gebracht. Die Autorin hat mit Helen auf jeden Fall einen einzigartigen und tollen Charakter erschaffen, von dem sich jeder eine Scheibe abschneiden kann bzw. sich ein Beispiel nehmen sollte.

Vielleicht sollte die Geschichte auch vermitteln, dass man nie aufgeben sollte, egal wie schlecht die Lage gerade aussieht und das es immer irgendetwas, oder irgendjemanden gibt der dich zum weiter machen bringt. Auch hat Helen langsam schon den Überblick über ihren Tablettenkonsum verloren. Dies war auch sehr realistisch dargestellt. Man hat bemerkt, dass sie so langsam in eine Tablettensucht hineinfällt, ohne es selbst richtig zu realisieren, den die Dosis die sie vom Arzt verschrieben bekommen hat, hat sie schon längst überschritten.

Außerdem werden besonders Helens Emotionen dem Leser sehr gut vermittelt. Meiner Meinung nach sind Helens Gedanken auch sehr tiefgründig dargestellt. Besonders die die sich um den Tod drehen gingen mir sehr nahe. Nicht nur Helen wurde ganz toll dargestellt, sondern auch die anderen Charaktere. Sie sind alle sehr lebendig beschrieben. Außerdem sind die Charaktere auch alle sehr unterschiedlich.

Am Ende kann der Leser auch noch selber diverse Spekulationen anstellen. Das finde ich auch sehr klasse, weil man so die Fantasie spielen lassen kann. Das Ende ist zwar nicht wirklich offen, lässt aber genug Raum für die eigene Fantasie. Meines Erachtens nach gab es am Ende auch einen regelrechten Showdown. Es war atemberaubend. Die Autorin hat das ganze Buch über den Leser auf verschiedene falsche Fährten geführt, sodass der Leser am Ende nicht nur überrascht, sondern auch schockiert zurückbleibt. Ich hatte zwar eine Theorie, wer Leon den nun wirklich ermordet hat, allerdings habe ich immer wieder daran gezweifelt. Am Ende sollte sich herausstellen, dass ich doch recht hatte. Das Gute ist, dass in diesem Buch eigentlich jeder ein Motiv an dem Mord von Leon hat und es deswegen theoretisch auch jeder getan haben könnte. Das gibt der Geschichte noch einen zusätzlichen Kick.

Aus der Danksagung kann man auch entnehmen, dass die Autorin wirklich für dieses Thema recherchiert und sich exzellent darüber informiert hat. Anscheinend hat sie sich sogar mit Ärzten unterhalten und  so Verschiedenes über die Krankheit die Helen besitzt hat herausgefunden. Sie hat sogar einige Personen befragt, die selbst an Krebs leiden. So hat sie etwas über die Ängste von Krebspatienten erfahren. Meiner Meinung nach ist dies auch irgendwie ein Buch für Leute die Verwandte haben, die mit Krebs zu kämpfen haben, da man in der Geschichte eben auch viel über die Gedanken und Ängste eines Krebspatienten erfährt. Für mich war es zumindest sehr informativ und interessant, da ich auch noch nie ein Buch gelesen habe in dem es um eine Person ging die Krebs hatte. Meines Erachtens nach erfordert dies ein großes Lob an die Autorin, da es genug Autoren gibt, die sich nicht wirklich über das Thema ihres Buches informieren, sondern sich einfach nur irgendetwas aus den Fingern saugen.

Es ist auf jeden Fall der beste Thriller, den ich je gelesen habe. Außerdem ist es auch der erste der es auf meine Liste der Lieblingsbücher geschafft hat. Normalerweise zähle ich Thriller nämlich nicht dazu, da ich sie meistens nur einmal lese, weil ich ja dann schon weiß wer der Täter bzw. Mörder ist, doch bei diesem Buch ist es anders. Es wird nicht das Letzte Mal sein, dass ich es verschlungen habe. Dieses Meisterwerk verdient 5 Sterne und dazu noch eine saftige Leseempfehlung. Bitte nimmt euch meine Worte zu Herzen und ließt dieses grandiose Buch. Ich kann euch versichern das ihr es nicht bereuen werdet!

Leserunde Amnesia - Ich muss mich erinnern auf Lovelybooks

Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen und ein Lieblingsbuchbärchen
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